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Liebe Besucher,
vor wenigen Wochen hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich einmal diese Zeilen in eigener
Sache schreiben würde. Es handelt sich hierbei nicht um eine Rund- oder Spammail sondern um einen
ernstgemeinten Aufruf. Wer zweifelt kann sich gerne unter einer der u.g. Kontaktdaten bei mir melden.
Mein Name ist Dr. Thomas Rösch, ich bin 44 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Kindern mit
6, 8 und 10 Jahren und unfallchirurgischer Oberarzt am Klinikum Traunstein. Seit 13.3. bin ich aus
vollster Gesundheit an akuter myeloischer Leukämie erkrankt.
Im Sommer hatten wir im Klinikum Traunstein im Rahmen des Ärztetstreiks an den kommunalen Krankenhäusern
schon einmal eine Typisierungsaktion für Stammzellspender durchgeführt. Diese war allerdings für mich
eher eine nette PR-Idee mit positivem Nebeneffekt für die Stammzellbanken und ganz weit weg, denn
treffen tut es ja immer nur die anderen. Ich wurde eines besseren belehrt.
Wie sich jetzt nach genauer Typisierung meiner AML und zytogenetischer Untersuchung herausstellt
ist bei mir eine Stammzelltransplantation nötig um längerfristige Überlebenschancen zu sichern. Da
ich leider keine Geschwister habe, steht ein idealer HLA-identischer Familienspender nicht zur Verfügung.
Deswegen bin ich auf einen passenden Fremdspender angewiesen. Eine Spendersuche unter den erfassten
Spendern ist derzeit angelaufen. Die Chancen einen möglichst gut geeigneten Spender zu finden steigen
natürlich mit der Zahl der registrierten Spender und das Langzeit-Ergebnis und die Lebensqualität nach
einer Stammzelltransplantation hängt für den Empfänger auch maßgeblich von der möglichst genauen
HLA-Übereinstimmung und noch ein paar anderen, weniger wichtigen Faktoren ab (Alter des Spenders,
CMV-Status, Blutgruppe usw.).
Spenden können grundsätzlich alle Menschen zwischen 18 und 55 Jahren werden, die in guter
körperlicher Verfassung, mindestens 50 kg schwer und gesund sind. Nicht nur für mich, sondern auch für
viele andere Betroffene mit Bluterkrankungen stellt diese Art der Therapie mit Hochdosis-Chemotherapie
ggf. Bestrahlung und anschließender Stammzelltransplantation die einzige längerfristige Überlebenschance dar.
Die Registrierung als Spender und auch die Stammzell-Spende selbst sind dabei heute viel einfacher
als noch vor einigen Jahren geworden. Im Regelfall werden nach telefonischer oder Online-Anmeldung bei
einer der u.g. Organisationen die Unterlagen für die Registrierung incl. einer Abstrichbürste für die
Mundschleimhaut zugeschickt. Diesen Abstrich kann man problemlos selbst machen und schickt Ihn in einem
mitgeschickten Couvert zurück. Das ist zunächst erstmal alles was der Spender tun muss um sich registrieren
zu lassen. Kosten für den Spender gibt es dabei nicht, es sei denn man entscheidet sich zu einer freiwilligen
Spende für die man bei Bedarf dann auch eine steuerlich absetzbare Spendenquittung erhält.
Sollte man für einen Patienten als lebensrettender Spender in Frage kommen, wird man erneut angeschrieben
und eine genauere HLA-Testung und nochmalige Anamnese gemacht. Sollte man dann als geeigneter Spender ausgewählt
werden, wird diese Spende heute nicht mehr als Knochenmarkentnahme sondern lediglich als Blutstammzellentnahme
aus dem peripheren Blut mittels Zellseparator (ähnlich einer ambulanten Blutwäsche) ohne stationären Aufenthalt
und ohne Narkose durchgeführt. Der Aufwand für den Spender ist also durchaus erträglich in Anbetracht der
großen Hilfe die der Empfänger dadurch erhalten kann.
Ich habe Ihnen die Kontaktdaten der großen Institutionen bei denen man sich anmelden und auch weitere
Informationen erhalten kann angehängt und würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele Personen registrieren
lassen und der eine oder andere vielleicht auch Aktionen in seiner Klinik oder Praxis organisiert um noch
mehr Spender zu finden. Es können bei den u.g. Organisationen problemlos telefonisch auch mehrere Testsets
bestellt werden.
Gerne können Sie diese Informationen auch an Freunde, Bekannte usw. weiterleiten. Desto mehr mitmachen
umso besser für uns Betroffene.
Allzu viel Zeit sollten Sie leider nicht mehr vergehen lassen, da meine Transplantation idealerweise in
ca. 8 Wochen stattfinden sollte und somit nicht mehr viel Zeit bleibt.
Ganz herzlichen Dank für Ihre Bemühungen und Hilfe
Dr.Thomas Rösch
Verfasst am: 21.04.07, 16:45
Derzeit Kontakt im Klinikum Rechts der Isar: rdi@dr-thomas-roesch.de oder 089-4140-8361.
FÜR BAYERN:
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82131 Gauting
Tel.: 089-89 32 66 28
Fax: 089-89 32 66 29
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Registrierung: https://secure.deakb.de/html/ks_spender_anmeldung.php
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